Auch Dachschrägen können gedämmt werden
Einsparung: 20% bis 25% der effektiven Heizkosten!

Mit einer ökologisch sinnvollen Dachdämmung – von innen oder von außen – erzielen Sie eine Einsparung von 20 - 25% der effektiven Heizkosten! Sogar nachträglich können bereits ausgebaute Dächer dank eines Einblasverfahrens, zum Beispiel mit Zellulose, ideal gedämmt werden! In vielen Altbauten ist das Dach schon gedämmt, da die Dachdämmung seit vielen Jahren von der Fachpresse empfohlen wird. Bei Dachkonstruktionen gilt: Egal, ob im unbelüfteten Aufbau oder mit hinterlüfteter Eindeckung – Sie vermeiden Feuchteschäden am besten, indem Sie richtig dämmen und dadurch Taupunktunterschreitungen auf der Innenseite der Konstruktion einfach nicht zulassen. Denn Tauwasser schlägt sich überall da nieder, wo eine Oberflächentemperatur wesentlich niedriger ist als die umgebende Luft.

Aufsparrendämmung
Von einer Aufsparrendämmung spricht man, wenn das Dämmmaterial in einer geschlossenen Schicht oberhalb der Sparren befestigt wird. Zwischen den Dachsparren bleibt Luft (Prinzip der Stroh- oder Reetdachhäuser). Die Dicke der Dämmschicht ist fast beliebig wählbar.
 
Die Vorteile sind hoher Wohnkomfort durch hervorragenden Schallschutz, hoher sommerlicher Wärmeschutz, optimale Wärmedämmung ohne Wärmebrücken sowie eine schnelle Verlegung. Ausserdem bleibt die Optik des Dachstuhls von innen erhalten, weil erst oberhalb der Sparren die Dämmung beginnt.

Häufig eingesetzt: die Zwischensparrendämmung

Häufig eingesetzt: die Zwischensparrendämmung
Die Zwischensparrendämmung wird für die Dämmung des Dachs am häufigsten eingesetzt, obwohl sie weniger gut dämmt als eine gut geplante Aufsparrendämmung. Der Grund hierfür ist, dass für eine Zwischensparrendämmung die Außenhaut des Dachs mitsamt den Dachziegeln nicht unbedingt bearbeitet werden muss (die Dämmung ist durch eine Innendämmung möglich). Muss das Dach allerdings neu gedeckt werden, kann die Zwischendämmung auch von außen gemacht werden! Eine Zwischensparrendämmung erfolgt – der Name sagt es – zwischen den Dachsparren. Das Erreichen eines Mindest-U-Werts für ein Bauteil ist bei der Zwischensparrendämmung nicht ganz so einfach wie bei der Aufsparrendämmung, da die Sparrenbreite ein Limit für die Dämmschichtdicke setzt.
 
Man kann zwei Fälle unterscheiden:
Die Dicke der Sparren ist ausreichend: Dachsparren kommen üblicherweise in Breiten von 12-20 cm vor. Bei 20 cm dicken Dachsparren kann man durch die Wahl eines Dämmstoffs mit einer besonders geringen Wärmeleitfähigkeit manchmal noch die gesetzlich geforderten U-Werte erreichen. Leider sind hochwertige Dämmstoffe auch hochpreisig, so dass man insgesamt mehr für die Dachdämmung zahlt, als wenn von vornherein eine Aufsparrendämmung geplant worden wäre. Nutzt man ein System, mit dem der Dämmstoff (Beispiel: Einblasdämmung mit Zelluloseflocken) eingeblasen oder (Beispiel: Mineralwolle mit Zug-/Schiebetechnik) eingeschoben werden kann, so können auch eventuell vorhandene teure und noch gute Dachausbauten erhalten bleiben.

Aufdoppeln
Ist die Dicke der Dachsparren insgesamt für den Dämmstoff (und somit für die Zwischensparrendämmung) nicht ausreichend und soll eine noch frische Dachdeckung nicht angetastet werden, so muss von innen die Schichtstärke der Dämmung durch Aufdoppeln erhöht werden. Aufdoppeln bedeutet, dass auf die vorhandenen Dachsparren zusätzliche Latten aufgenagelt werden. Dort befindet sich dann eine namensgebende doppelte Holzlage. Aufdoppeln kann mit oder gegen die Sparrenrichtung erfolgen. Zu bevorzugen ist das Aufdoppeln mit der Sparrenrichtung, da der entstehende Raum weniger tote Winkel hat und besser mit Dämmstoff zu füllen ist. Die Entscheidung für das Aufdoppeln bedeutet, dass man sich von eventuell vorhandenen Dachausbauten trennen muss. Außerdem wird der im Dach verfügbare Wohnraum geringfügig verringert. Als Ausgleich hat man in der Wahl der Dämmschichtdicke wieder größere Freiheiten und muss nicht auf die teuersten Erzeugnisse der Dämmstoffhersteller zurückgreifen.

Die Untersparrendämmung – Dämmung von innen

Die Untersparrendämmung – Dämmung von innen
Unter vielen Altbaudächern versteckt sich ungenutzter Wohnraum. Dabei kann dieser Bereich mit relativ geringem Aufwand zu wohnlichen und gewinnbringenden Räumen ausgebaut werden. Schon die energetische Modernisierung der Dachkonstruktion lohnt sich, denn jeder Quadratmeter Dämmstoff spart Energie und verringert die CO2-Emissionen. Sparen Sie bares Geld, indem Sie einfach besser dämmen!

Der kostengünstige Einbau einer Wärmedämmung von der Raumseite her bereitet oftmals Probleme: Die Vordeckung zwischen Sparren und Lattung, die eigentlich nach den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) vorgeschrieben ist, fehlt oftmals. Um nachträglich eine Unterdeckbahn korrekt über den Sparren zu verlegen, müssten aber von außen die Dachdeckung und Latten entfernt werden – ein Aufwand, der bei intakter Dachdeckung kaum zu rechtfertigen ist. Doch auch hier bieten sich Lösungen, die von innen realisierbar sind, generell als Untersparrendämmung bezeichnet. Die Sparrenhöhen im Altbau betragen oft nur 12 cm. Um eine Sparrenaufdoppelung zu vermeiden, ist die praktischste Lösung eine zusätzliche Untersparren-Dämmung, die einfach zwischen die Ausgleichslattung der Unterkonstruktion (für die Verkleidung) geklemmt wird.
 
Nur ein Beispiel: Untersparren-Klemmfilz überzeugt durch sein einfaches Einbauprinzip. Er wird einfach in die Traglattung der Innenbekleidung eingeklemmt. Er beansprucht so keinen zusätzlichen Platz. Je nach Dämmdicke spart er jedoch bis zu 30 % Heizenergie zusätzlich ein.

Einblasverfahren
Blick von oben in die Dachschräge mit Unterspannbahn (blau).

Einblasverfahren
Mittels des Einblasverfahrens kann man auch nachträglich bereits ausgebaute Dächer dämmen! Man nutzt den Hohlaum zwischen Innenverkleidung und Dachpfannen, um zum Beispiel Zellulose o.ä. Dämmstoffe einzublasen. Wichtig ist hier, dass von innen eine dampfbremsende Funktion gegeben ist (zum Beispiel durch eine Dampfbremse), um das Kondenswasser abzufangen. Von außen muss eine Unterspannbahn eingezogen werden (wasserführende Schicht).

Kleiner Tipp
     Denken Sie bei jeder Maßnahme, die Sie am Haus durchführen lassen, an den Mehrfachnutzen, denn das spart richtig Geld: Das Gerüst am Haus für die Fassadendämmung kann zeitgleich für die Maßnahmen am Dach genutzt werden! Dämmarbeiten am Dach können Sie nutzen, um eine Solar-, oder  Photovoltaik- (Fotovoltaik-) anlage  installieren zu lassen. Deswegen: vorher unbedingt einen genauen Bauablaufplan erstellen!

Hier erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten der Dämmung der obersten Geschossdecke und von Flachdächern:
 
>> Dämmung der Kehlbalkendecke
>> Dämmung der Betondecke
 

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