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  ENEV 2012 – das müssen Sie wissen

Die aktuell noch gültige Energieeinsparverordnung 2009 (ENEV 09) steht vor ihrer Ablösung, sie soll durch die noch in der Entwurfs- und Beratungsphase befindliche ENEV 2012 ersetzt werden. Grund ist die europäische Richtlinie für energieeffiziente Gebäude von 2010 (2010/31/EU). Ursprünglich war ein Inkrafttreten schon für den Sommer 2012 vorgesehen, inzwischen wird ein Inkrafttreten für Frühling 2013 erwartet, so dass man passenderweise von einer ENEV 2013 sprechen sollte. Grund für die Verzögerung ist u.a. eine noch notwendige Anpassung des Energieeinspargesetzes.

In Planung und Ausführung reichen die Erfahrungen im CO2SPARHAUS noch zurück in die Zeit vor der ENEV 02, damals fanden sich die entsprechenden Regelungen noch getrennt in der Wärmeschutzverordnung und der Heizungsanlagenverordnung. Seitdem haben wir die ENEV 02, ENEV 04, ENEV 07 und aktuell die ENEV 09 in Theorie und Praxis begleitet.

Da die neue ENEV entgegen der allgemeinen Erwartungen immer noch nicht in Kraft ist, liegen noch keine konkreten Zahlenwerke vor, die einzuhalten sind. Wir haben aber ständig ein Ohr an den Buschtrommeln der Branche und dies sind unsere Erwartungen an die neue ENEV:

  Neue Energieausweise, alte Ausweise nach ENEV 02 werden ungültig

Die kommenden Energieausweise sollen noch informativer und aussagekräftiger werden. Unter anderem soll der Anteil erneuerbarer Energieen an der Deckung des Gesamtenergiebedarfs mit aufgeführt werden. Auch für einige nicht-staatliche Gebäude soll ein Aushang-Energieausweis Pflicht werden. Hier muss der Energieausweis an einer gut sichtbaren Stelle ausgehängt werden, so dass interessierte Besucher sich einen Überblick über die eingesetzte Energieeinspartechnik und das dabei erzielte Ergebnis verschaffen können. Kommen wird die Pflicht wahrscheinlich zunächst für Gebäude mit einer Fläche für Publikumsverkehr über 500 qm und einem Besucherstrom in der ungefähren Größenordnung eines Kaufhauses, Kinos oder Theaters. In Verkaufs- oder Mietanzeigen soll die Angabe der Energiebedarfsgröße zur Pflicht werden.

Alte Energieausweise nach der ENEV 02 verlieren nach und nach ihre Gültigkeit, die Gültigkeitsdauer eines Energieausweises liegt bei 10 Jahren.

  Neue Berechnungsmethoden, Enev-easy, mehr Kontrollen

Das anzustrebende Referenzgebäude für Neubauten wird an die technische Entwicklung der letzten Jahre angepasst. Wir erwarten beispielsweise für Fenster Werte in einer Größenordnung, die sich mit einer Dreifachverglasung verhältnismäßig einfach erreichen lassen, für Doppelverglasung wird es sehr schwierig, die Anforderungen zu erfüllen. Für die Dämmung von Dächern im Bestand (d.h. ohne Neueindeckung oder Aufdoppelung der Sparren nach innen) erwarten wir Werte, die sich nur noch mit einer Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffs von 0,035 W/mK erfüllen lassen. Der günstigere Dämmstoff mit einem Wert von 0,040 W/mK ist nur noch für Lösungen mit ausreichend Platz einsetzbar. Für die Berechnung des Energiebedarfs von gekühlten Gebäuden wird ein neues Referenzklimamodell mit höheren Temperaturen herangezogen. Hier hält der kommende Klimawandel Einzug in die Formeln.

Einen Vorteil für unsere Kunden sehen wir im neuen EnEV easy-Verfahren. Aufgrund von Erfahrungswerten aus den letzten Jahren ist es gelungen, ein vereinfachtes Berechnungsverfahren zu entwickeln, welches in der Genauigkeit mit dem bisherigen sehr aufwändigen Verfahren im Großen und Ganzen vergleichbar ist, aber einfacher zu berechnen ist. Beim einzelnen Gebäude kann es zu Abweichungen nach oben oder unten gegenüber der jetzigen Methode kommen, doch in der Summe über den gesamten Gebäudebestand bleibt das Ergebnis gleich. Die Berechnungen werden einfacher und schneller.

Stichprobenartige Kontrollen sichern die Qualität des einzelnen Energieberaters im Detail und den Anspruch des neuen Berechnungsverfahren, ein vollwertiger Ersatz für die alte, aufwändige Methode zu sein.

  Wirtschaftlichkeit, Anforderungen an erneuerbare Energieen steigen

Nach wie vor stehen alle Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden im Bestand unter dem Vorbehalt der Wirtschaftlichkeit. Das heißt, eine Sanierungsmaßnahme muss sich in der typischen Restlebensdauer eines Gebäudes amortisieren, anderenfalls kann im Einzelfall von den Anforderungen der ENEV abgewichen werden. Die gestiegenen Preise für fossile Energie und die gesunkenen Preise für Anlagentechnik im Bereich erneuerbarer Energieen sorgen voraussichtlich dafür, dass im Neubau der Anteil erneuerbarer Energieen am Gesamtenergiebedarf um ca. 7% für Wohngebäude und ca. 10% für Nicht-Wohngebäude steigt, weil die veränderten Marktbedingungen einen höheren Anteil erneuerbarer Energieen wirtschafttlich darstellbar machen.

  Was sollten Sie tun?

Eines ist so gut wie sicher: Das Bauen nach den Regeln der kommenden ENEV 2012 / ENEV 2013 wird teurer. Als Eigenheimbesitzer mit einer nur kurz- bis mittelfristigen Nutzungsperspektive (Die Kinder sind in ein wenigen Jahren aus dem Haus und wahrscheinlich in einer anderen Stadt) sollten sie versuchen, noch unter der alten ENEV09 zu bauen. Typischerweise stehen bei einem Besitzerwechsel eines Einfamilienhauses sowieso umfangreiche Baumaßnahmen an, weil man als neuer Bewohner das Haus für viele Jahrzehnte an den eigenen Geschmack anpassen möchte. Das gilt für Erben und Verkaufen gleichermaßen. Im Zuge dieser Umbaumaßnahmen lassen sich energetische Verbesserungen einfach mit erledigen.

Als Besitzer eines Mehrfamilienhauses oder als Wohnungsbauunternehmen sollten sie versuchen, schon heute nach der ENEV2012 zu bauen, auch wenn die Regelungen noch nicht bis in letzte Detail feststehen. Die Veröffentlichungspflichten der Energiebedarfswerte schon bei den Anzeigen in der regionalen Zeitung oder im Internet wird Ihnen in Zukunft Wettbewerbsnachteile bringen, wenn sie mit veralteten und schlechten Werten am Markt auftreten. Das Bauen nach ENEV2012 wird wohl teurer, aber wir halten es für eine gute Investition. Die typische Dauer eines Mietvertrages liegt nicht im Bereich mehrerer Jahrzehnte, sondern unter 10 Jahren. Der nächste Mieter schaut sicher auch genau auf den Energiebedarf Ihres Mietobjekts.

Informationen zur Energieeinsparverordnung beim Bundesamt für Bauwesen

 
Weiterer Presseartikel:


>> Zuschüsse aus dem Marktanreizprogramm der BAFA 

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