Wärmeleitung (Transmission)
Unterschiedlich erwärmte Körper streben nach einem Wärmeausgleich. Im Winter herrscht zwischen dem Inneren eines Hauses und der Außenluft ein Temperaturunterschied von 20°C und mehr. Das Innere und das Äußere des Gebäudes sind nun bestrebt, die Temperaturen anzugleichen. Die Geschwindigkeit, mit der dieser Ausgleich geschieht, ist abhängig von der Wärmeleitfähigkeit der erwärmten Körper. Es gibt Stoffe mit unterschiedlichen Wärmeleitfähigkeiten. Silber und Kupfer beispielsweise leiten Wärme ausgezeichnet, während Holz schon schlechter leitet. Der schlechteste Wärmeleiter ist ein Vakuum. Schlechte Wärmeleiter nennt man auch (Wärme-) Isolatoren.
 
Ein Hausbesitzer muss nun bestrebt sein, den Wärmeaustausch von innen nach außen so weit wie möglich zu bremsen, da er sonst die verlorene Wärmeenergie ständig durch Heizen ersetzen muss. Ein guter Isolator hat einen guten Dämmwert. Dieser Dämmwert errechnet sich aus einer Materialkonstante des verwendeten Dämmstoffs (z. B. Wärmeleitzahl 035) und der insgesamt eingesetzten Schichtdicke. Um einen gewünschten Dämmwert (U-Wert) eines Bauteils zu erreichen, kann man die Dicke der Dämmschicht variieren. Ebenso kann man auch die Wärmeleitzahl  des eingesetzten Dämmmaterials mit einbeziehen. Hartschaum beispielsweise gibt es mit Wärmeleitzahlen von 0,050 bis 0,030. Niedrigere und niedrigste Wärmeleitzahlen eines Dämmstoffs werden ständig in den Forschungslabors der Hersteller entwickelt, dabei ist das aktuelle Spitzenprodukt aber leider am teuersten. Schichtdicke und die Wärmeleitfähigkeit sind also die beiden wichtigsten Eigenschaften einer Isolierung!